Konzentration der Gedanken

Heinz W. Guderian war Offizier und Panzerass des zweiten Weltkrieges. Mit seinem schnellen Vorstoß über die Ardennen erhielt er viel Anerkennung.

Er erkannte früh, dass Panzer eine starke Waffe darstellen, doch auch, dass Ihnen Prinzipien zugrunde liegen, die schon in den anderen Truppenteilen bekannt waren.

Ein zentraler Punkt für Ihn war der der Konzentration, in all seinen Dimensionen: Konzentration der Gedanken, der Truppe, der Zusammenarbeit, und nicht zuletzt die Konzentration des Feuers.

Um einen Anfang zu finden stellen wir als erstes die Grundsätze vor, die sich mit der Konzentration der Gedanken befassen. Denn ohne seinen Geist im Gefecht zu haben, sind alle anderen Bemühungen umsonst.

Das wichtigste im Kampf ist die Funkdisziplin, denn sie ist der einzig effektive Weg Informationen zu sammeln und Befehle zu geben.

Guderian vergleicht dies mit einer Schulklasse, reden alle durcheinander, bekommt der Lehrer keine Antworten, zumindest kann er diese nicht verstehen, und den Schülern fällt es schwer dem Unterricht zu folgen und etwas zu lernen.

Er ging in der Praxis soweit, den hinteren Zügen vollständiges Funkverbot zu erteilen um nur notwendige Meldungen zu erhalten, denn dem Feldkomandanten ist die ständige Lagebeurteilung im Gefecht zur Aufgabe anvertraut. Er ist für den Verlauf verantwortlich, insofern er die Befehle zum weiteren verhalten gibt. Hierbei kann er es sich nicht leisten durch Nebensächlichkeiten abgelenkt zu werden.

Die Konzentration der im Gefecht Geleiteten liegt darin, seinen Kampfbereich unter Beobachtung zu haben und nur die notwendigen Veränderungen zu melden, nur wer die Augen am Feind hat, ist in der Lage die Situation zu beurteilen und sachgerecht zu handeln.

Wenn also nicht das gesamte TEAM mit seinem Kopf im Gefecht ist, entgehen dem Kommando wichtige Informationen und es fällt ihm schwer die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.

So ist es seine Aufgabe, nicht nur aufgrund eingehender Informationen richtige Beurteilungen zu stellen, nein, er muss auch seinen Geist soweit beisammen halten um auszuhalten und nicht der Ungeduld zu verfallen. Wer frühzeitig angreift riskiert zuviele Verluste, wer zu lange wartet eingekreist zu werden.

Ist eine Entscheidung getroffen so hat er die Pflicht, darauf zu achten dass diese priorisiert umgesetzt wird. Die unbedingte Verfolgung des PRIMÄR Ziels ist ein Konzentrationsakt, gerade dann, wenn man aus anderer Richtung angegriffen wird. Solange für das gesamte Ergebnis keine relevante Gefahr ausgeht, muss jeder sich darauf konzentrieren dem Befehl zu folgen und Ablenkungen ignorieren. Eigenständiges handeln ist Guderian nur in Notwehr gelegen, heißt im akuten Fall der drohenden Niederlage.

So ist jeder auf jeden angewiesen und muss darauf vertrauen, dass der andere seiner Pflicht nachkommt und sich voll und ganz der Situation hingibt und alles seine Anstrengungen dem Siege verschreibt.

Wir denken diese Punkte sind auf dem realen Schlachtfeld, sowie hier bei Unseren Scharmützeln essentiell, um eine grundlegende Gefechtsbereitschaft herstellen zu können. Ohne Funkdisziplin und der dazugehörigen Konzentration ist das Zufallsgefecht die bessere Variante.

 

Euer PB646

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