Konzentration der Truppen

Von Guderian ging früh der Gedanke aus, dass Panzertruppen das Kriegsgeschehen neu prägen würden.

Doch auch sagte er, dass ein Panzer alleine auf sich gestellt wehrlos ist. Ein gutes reales Beispiel hierfür sind die Jagdpanzer Ferdinand. Diese wurden an der Ostfront suboptimal eingesetzt, da sie ihre Reichweite nicht ausnutzen konnten und oftmals von feindlicher Infanterie angegriffen wurden, da Sie mangelhaft geschützt wurden. So konnten die Soviets auf diese Panzer stürmen und mit Benzin gefahrlos anzünden.

Hieran sieht man wie notwendig die gegenseitige Deckung ist. Nur wer örtlich so organisiert ist, dass man schnell den anderen unterstützen kann, kann im Kampf auch bestehen. Guderian selbst drückte es Sinn gemäß folgendermaßen aus: Ein Panzer ist, wie die Dame, welche durch den Wald nachause geht, alleine stets wehrlos. Daher gebietet es die Höflichkeit, Sie immer zu begleiten, selbst oder durch eine Anordnung.

Konzentration heißt jedoch NICHT die Massierung der Panzer auf einen Fleck, denn dann behindern diese sich in ihrer Handlungsfähigkeit und sind für Artillerie ein leichtes Ziel. Auch bei einem Angriff ist eine breite Front sinnvoll, denn diese zwingt den Gegner in mehr Bewegung und senkt so seine Feuerkraft.

Beim Angriff ist darauf zu achten, dass  man geschlossen fährt, um möglichst viele Ziele anzubieten, dass stiftet Verwirrung und gewährt einem selbst eine hohe Kampfkraft, da alle Truppen gleichzeitig am Ort des Geschehens sind.

Fährt man während des Angriffes in einen Hinterhalt, ist weder stehbleiben noch rein fahren eine gute Option. Vielmehr ist ein geordneter und geschlossener Rückzug in die nächstgelegene Deckung die Wahl zum Erfolg. Weicht man dem Feind in für einen selbst gefährlichen Situation aus, verlockt man jenen zu folgen und kann ihn in eine umgekehrte Situation zwingen.

So muss letztendlich der primäre Befehl, ob nach Rückzug in eine Deckung,oder erfolgreichem Einnehmen eines strategisch relevanten Punktes, die erneute Organisation der verbliebenen Truppen. Hier konzentriert man sich als erstes auf die Verteidigung, denn es ist mit einem Gegenschlag zu rechnen.

Befinden sich die eigenen Einheiten in der Defensive, ist das wichtigste die Tarnung. Wer aufgeklärt würde, bietet dem Feind Informationen und ist ein möglicher vermeidbarer Verlust. Die Tarnung darf allerdings nicht so gewählt werden, dass die Wirkung nicht gewährleistet ist. Denn wie wir zu Anfang erkennen konnten, ist die gegenseitige Unterstützung unumgänglich.

Hier gilt im Feuergefecht: Wirkung vor Deckung

Und der eigene Verlust seines Panzers ist, wenn er schlimmeres zu vermeiden bedeutet, das kleinere Übel, gegenüber der gesamten Niederlage.

Die Konzentration der Truppen kann ohne die Funkdisziplin jedes einzelnen, sowie der Hingebung zum derzeitigen Gefecht nicht adäquat umsetzbar.

Der nächste logische Punkt: die Konzentration der Zusammenarbeit folgt im nächsten Beitrag, denn wer örtlich zusammen kämpft muss dies auch koordiniert, im TEAM ausführen.

Für Uns lässt sich herausstellen, dass Alleingänge sehr schnell in bösen Überraschungen enden können und ein Befehl zum Vorstoß bei unerwarteter Schwere der Gegenwehr nicht immer bedingungslos fortgeführt werden sollte, sondern dass eine Neuordnung auch eine Möglichkeit sein darf.

Das gesamte Team muss wert auf seine Tarnung legen, solange man in einer Verteidigungs oder Wartestellungstellung liegt. Denn jede Information ist für den Feind ebenso wertvoll, wie für Uns.

Wir hoffen es sind auch in dieser kleinen Ausführung ein paar Anregungen für Euch enthalten.

 

Euer PB646

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